Betriebssimulation:

Integrierte Gesamtschule LINDENFELD

verwandelt sich

vom 24.03.25-28.03.25 in die

LINDENFELD PRODUCTIONS GmbH

 

Welcher Achtklässler kennt unternehmerische Betriebsstrukturen? Welchem Achtklässler ist dies überhaupt ein Begriff? Die Antwort ist simpel: kaum einem bis keinem.

Falls Sie an dieser Stelle an Girls’ Day & Boys’ Day denken oder gar an die Betriebspraktika – nein, auch diese wirklich tollen praktischen Möglichkeiten schaffen es nicht, die Fragezeichen diesbezüglich in Punkte oder gar Ausrufezeichen zu verwandeln.

Die praktische Auseinandersetzung mit betrieblichen Strukturen beginnt in der Regel in der Oberstufe. Am ehesten wird diese Thematik noch auf einem Beruflichem Gymnasium mit dem Schwerpunkt Wirtschaft aufgegriffen.

Wie viele der Achtklässler besuchen eine Oberstufe bzw. ein Berufliches Gymnasium nach Abschluss der Sekundarstufe I? Wie viele Achtklässler wählen später den Schwerpunkt Wirtschaft? Auch hier eine simple Antwort: Wahrscheinlich einige, aber nicht alle.

Das ist der springende Punkt. Worauf warten, und nur einem Schülerteil diesen Einblick gewähren und dem anderen Teil diesen verwehren?

Gedacht, gesagt, getan!

Entsprechend machten wir uns an die Arbeit. Zunächst galt es, einen Grundrahmen für dieses Projekt zu schaffen: Zeitraum, Namensfindung, Produktidee, Abteilungen, Kolleginnen und Kollegen als Abteilungsleiter, Materialbeschaffung etc.

Nach einer Sitzung wurde die LINDENFELD PRODUCTIONS GmbH geboren. Die

Geschäftsleitung übernehmen Herr Maas und Herr Zameski. Die LINDENFELD PRODUCTIONS GmbH ist in 7 Abteilungen unterteilt: Produktion, Produktgestaltung, Marketing/Vertrieb, Personalabteilung, Kantine, Rechtsabteilung sowie Eventabteilung. Ausgewählte Kolleginnen und Kollegen betreuen die Abteilungen. Die Schülerinnen und Schüler des achten Jahrgangs äußern einen Wunsch, in welcher Abteilung sie gerne arbeiten möchten. Es wird bewusst auf einen täglichen Abteilungswechsel verzichtet, um den Schülerinnen und Schülern einen realistischen Einblick in einen Arbeitsalltag zu geben, der häufig auch von Monotonie geprägt sein kann.

Für weitere Realität sorgt unter anderem die Ansprache. Die Jugendlichen werden gesiezt.

Pünktlicher sowie unpünktlicher Arbeitsbeginn werden der Personalabteilung gemeldet.

Qualitätsarbeit, Kreativität, Teamarbeit und Selbstständigkeit werden in besonderem Maße gewürdigt.

Die feierliche Veranstaltung in Form einer Betriebsversammlung findet als krönender Abschluss statt. Die Eventabteilung stellt diese auf die Beine. Im Rahmen dieser Betriebsversammlung wird die Betriebswoche reflektiert. Die Schülerinnen und Schüler referieren über ihre jeweilige Abteilung und gehen auf Tätigkeiten, Herausforderungen und vor allem Highlights ein. So wird gewährleistet, dass die Jugendlichen auch Einblick in andere Abteilungen erhalten. Neben Teilnahmeurkunden werden auch Urkunden für besondere Leistungen inklusive „Goodie-Bags“ von der Personalabteilung überreicht.

Am Ende dieser Woche möchten wir, dass die Schülerinnen und Schüler unseres achten

Jahrgangs einen praktischen Einblick in betriebliche Strukturen erhalten und damit ihr

wirtschaftliches Verständnis fördern. Doch vor allem sind wir mit diesem Projekt bestrebt, ihre Soft Skills, die von essentieller Bedeutung in der Berufswelt sind, auszubauen. All dies dient dem übergeordneten Ziel, sie in ihrer Berufsorientierung zu stärken und sie näher an die Frage „gefällt mir das?“ zu führen. Dies gelingt am besten, wenn man sich an Konfuzius’ Mantra orientiert:

Zitat:

Sage es mir und ich werde es vergessen.

Zeige es mir und ich werde es vielleicht behalten

Lass es mich tun, und ich werde es können. – Konfuzius

Eine Betriebssimulation ist eine hervorragende didaktische Methode, um diesen Worten und den Berufsorientierungszielen gerecht zu werden.